Hochspannung beim Int. 42. AvD/MSCR Hauenstein Bergrennen
160 Nennungen garantieren Spannung pur -Steiner tritt nicht an-
Somit rückt Lokalmatador Uwe Lang als Topfavorit in den Focus der Fans. Lang kommt als Tabellenführer an den Hauenstein. Mit 130 Punkten, punktgleich mit seinem engsten Widersacher in der diesjährigen Meisterschaft, dem Fuldaer Thomas Rössler (Lang hat ein Rennen weniger als Rössler). Rössler, der seinerseits den Bergpokal für Rennsportfahrzeuge, souverän vor Georg Olbrich (45 Punkte Rückstand) anführt. Dieser kann allerdings Punkte gut machen, da seine Klasse stärker besetzt ist als die von Rössler. Das gilt auch für den amtierenden Deutschen Bergmeister Uwe Lang aus Schweinfurt, der sich am Hauenstein einen kleinen Vorsprung erarbeiten kann.
Er hat in seiner Klasse mit dem Schweizer Urs Müller den schärfsten Konkurrenten. Dieser fährt, wie Steiner, ebenfalls das momentane Superauto am Berg, einen Osella PA 30 Zyrtek.
Die Sportwagenfans kommen jedenfalls voll auf ihre Kosten. Insgesamt 10 Sportwagen-Prototypen sorgen für Begeisterung.
Nicht minder spannend geht es bei den Spezialtourenwagen zu. Hier haben alle Asse des deutschen Bergrennsports ihre Nennung abgegeben. Der Schweizer Reto Meisel ist in diesem Jahr wieder in die Deutsche Bergmeisterschaft zurückgekehrt und führt diese souverän mit 138 Punkten an. Mit seinem Mercedes-Benz 190 mit Judd V8-Motor, hat er mittlerweile 48 Punkte Vorsprung, vor dem Lancia Delta Integrale-Piloten Norbert Handa, aus Markt Einersheim. Handa hat wiederum 26 Punkte Vorsprung auf Holger Hovemann, der auf seinem Opel Risse Kadett einen hauchdünnen Vorsprung von 3 Punkten, vor dem Österreicher Herbert Stolz auf seinem Konto hat. Stolz, dem der Hauenstein gut liegt, wird alles daran setzen, den vorläufigen Platz 3 im DMSB-Bergpokal mit nach Hause zu nehmen.
Besonders gespannt sind die Fans des mehrfachen Deutschen Tourenwagen-Bergmeisters Norbert Brenner. Er hat zwar diesmal mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts zu tun, aber er stellt seinen Ex-DTM Opel Vectra V8 erstmals dem Bergpublikum vor. Das Auto ist von seiner Performance her, noch völlig unbekannt. So wird es einen interessanten Vergleich mit dem Übergerät von Meisel geben. Mitmischen im Reigen der Supertourenwagen wird auch der Kitzinger Karosseriebaumeister Klaus Hoffmann, der den Ex-DTM Opel Astra V8 zum Einsatz bringt. Dieses hochkarätige Starterfeld macht es Norbert Handa schwer, Boden auf den Leader Reto Meisel gut zu machen.
Bei den Tourenwagen bis 2000 ccm blicken die einheimischen Fans zum Auftritt des Burkardrothers Dieter Rottenberger. Dieser kommt mit seinem BMW 318i STW, als Zweiter des DMSB-Bergpokals für Tourenwagen an den Hauenstein. Ganze 5,48 Punkte trennen ihn vom führenden Renault Piloten Björn Wiebe, der mit der Startnummer 397 direkt vor Rottenberger auf die Piste gehen und vorlegen muss.
In der gleichen Klasse wie Rottenberger tritt der MSC´ler Sebastian Schmitt an. Er hat in dieser Saison im Motorsport etwas kürzer getreten und fährt auf seiner Hausstrecke sein erstes Rennen in diesem Jahr.
Der mehrfache Serien-Tourenwagen-Europameister Rainer Krug (Niedernhausen), will es mit seinem Gruppe N (verbesserte Tourenwagen) BMW M3 am Hauenstein wieder wissen.
Für den MSC Rhön gehen insgesamt neun Fahrer an den Start. Natürlich angeführt von Altmeister Axel Reß (Wülfershausen). Dieser wird alles versuchen, in der Kategorie GLP, seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Seine erfolgreiche Renault Alpine V6 Turbo ist mittlerweile zwar Youngtimer, hat an Schnelligkeit und Zuverlässigkeit nichts eingebüßt.
In der gleichen Kategorie startet der Slalomspitzenfahrer Günter Fertig aus Marktheidenfeld, für den MSC.
Ob der nicht nur bildschöne, sondern auch absolut schnelle Porsche-Eigenbau aus Schlüchtern am Berg zu sehen ist, kann noch nicht mit Sicherheit bestätigt werden. Vorsorglich genannt ist das Auto.
Der Ex-Classic-Bergmeister Jürgen Fechter (Gründau), hat in diesem Jahr auch kürzer getreten und startet auf seiner Hausstrecke zum zweiten Mal in dieser Saison. Im Classic-Berg-Pokal rangiert er trotzdem noch auf Platz 8.
Für den MSC Rhön sind weiterhin am Start Leonhard Rabus (Schwanstetten) auf NSU-TT, Alexander Reder (Hausen) auf BMW 318iS, Horst Andres (Schlüchtern) auf VW Polo, Daniel Bayer (Pottenstein) auf Opel Kadett C und Andre Krämer (Oberelsbach) auf BMW M3 GT.
In der eigentlichen Männerdomäne Motorsport, gehen auch 6 Damen auf Punktejagd. Beatrice Flik, aus der bekannten Renaultfamilie, bringt einen Renault Megane an den Start. Keine Unbekannte am Hauenstein ist Stefanie Deutsch (Gleichen), mit ihrem VW Polo. Mit den Profis, wie Meisel, Handa, Brenner, Stolz und Hoffmann, misst sich wieder Sabine Röck mit ihrem VW-Golf Turbo.
Bei den Youngtimern greift Gerta Hinz (Pettstadt) auf VW Scirocco in die GLP ein. In der gleichen Kategorie wagen sich Daniela Hacker (Bayreuth) mit einem Formel V und Helga Heinrich (Mylau) mit einem Formel Ermolli 97, auf die, zurzeit mit 4,2 Kilometern, längste Bergrennstrecke Deutschlands. Sie ist auch mit die schnellste, mit langen Geraden und brutalen Kurven, wie die Jopp-Kurve, wo die Zuschauer Jahr für Jahr spektakuläre Szenen zu sehen bekommen.
Wem beim Zuschauen die Lust gepackt hat, kann sich eine Fahrt im Renntaxi mit dem erfolgreichen VLN-Piloten und MSC Präsident Christian Leutheuser, gönnen. Hier kann jeder hautnah nachfühlen, was Bergrennfahrer leisten müssen. Die Taxifahrten kann man im VIP-Zelt buchen.
Der Zeitplan:
Freitag, 5. August, Welcome-Party ab 20.00 Uhr.
Samstag, 6.August, ab 09.00 Uhr, bis ca. 18.00 Uhr Trainingsläufe,
ab 20.00 Uhr Racing-Party mit Sixback.
Sonntag, 7. August, ab 09.00 Uhr Rennläufe, bis gegen 17.00 Uhr,
etwa 18.00 Uhr Siegerehrung im Festzelt und Ausklang.


